Totengebet

Der Tod in der Familie bringt großen emotionalen Schmerz und Stress für alle Angehörigen mit sich. Neben der Trauer über den Verlust muss die Familie auch die Beerdigung (Totengebet) und die Bestattung des Verstorbenen organisieren. Die Durchführung des Totengebets erfordert Ruhe, Sorgfalt und Besonnenheit, weshalb es besonders wichtig ist, dass alles richtig erledigt wird. Die Gemeinde unterstützt ihre Mitglieder in diesen schweren Momenten, um die Abläufe zu erleichtern und sicherzustellen, dass das Totengebet korrekt und segensreich durchgeführt wird.

Was ist bei einem Todesfall in der Familie zu tun?

Wenn die Ärzte den Tod bestätigen, müssen mehrere Schritte unternommen werden. Zunächst ist es erforderlich, den Imam der Gemeinde telefonisch unter 0157/542 597 56 oder per E-Mail an imam@igbd-hamburg.de zu kontaktieren.
Im Gespräch mit dem Imam sollten Sie alle relevanten Informationen angeben, einschließlich:

  • Angaben zum Verstorbenen,
  • Mitgliedsstatus des Verstorbenen in der Gemeinde.
  • Den Ort, an dem der Verstorbene beigesetzt werden soll.

Danach weist der Imam Sie auf die notwendigen Schritte hin, damit das Totengebet ordnungsgemäß durchgeführt werden kann.

Die Vorbereitung und Durchführung des Totengebets stellen eine religiöse Pflicht dar. Alle weiteren Bräuche, wie das Rezitieren von Jā-Sīn, Tawhīd nach einer bestimmten Anzahl von Tagen und Ähnliches, sind nicht verpflichtend und nicht durch die Religion vorgeschrieben.

Vorschriften beim Totengebet und der Bestattung

Das Totengebet und die Bestattung erfolgen ausschließlich nach den islamischen Vorschriften und unter Berücksichtigung der geltenden Friedhofsregelungen.

  • Wer am Totengebet teilnehmen möchte, muss rituell rein sein (wudu) und sowohl körperlich als auch in der Kleidung sauber sein.
  • Während des Totengebets sollte man die Ernsthaftigkeit und Würde des Augenblicks wahren und unnötige Unterhaltungen sowie insbesondere Lachen vermeiden
  • Personen anderer Religionen dürfen am Totengebet teilnehmen.
  • Für Frauen ist es in unserer Tradition nicht üblich, an dem Totengebet oder der Beerdigung teilzunehmen; sollte ihre Anwesenheit bei der Beerdigung dennoch erfolgen, sollten sie emotional in der Lage sein, die Schwere dieses Moments zu tragen.